Hämorrhoiden – Linderung und Heilung

Sie haben mit der Diagnosestellung „Hämorrhoiden“ Rezepte für Salben, Zäpfchen und diverse Kapseln erhalten? Sie möchten aber dem Brennen, Ziehen, Jucken und Blutabgang auch mit ganzheitsmedizinischen Mitteln Einhalt gebieten? Nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten, um eine Linderung oder sogar Heilung zu erzielen!



Die Kombination Schulmedizin und Naturheilkunde ist durch die unterschiedlichen Angriffspunkte sehr vielversprechend.


Die freiverkäuflichen Mittel wie Zinkpaste und Wundsalben, die oft den Wirkstoff Hamamelis enthalten, wirken hautberuhigend und entzündungshemmend. Cremen mit Lidocain oder Benzocain haben schmerzbetäubende Wirkung. Verschreibungspflichtige Kortisonpräparate in Form von Gels, Salben oder Zäpfchen lindern rasch Entzündungen, dürfen aber nur zeitlich begrenzt eingesetzt werden.


Homöopathische Globuli haben sich bei akuten Beschwerden, meist in der Potenz C30, als sehr hilfreich erwiesen. Neben der Einnahme ist eine gleichzeitige Anwendung als homöopathische Salbe zur Schmerzlinderung möglich. Calcium fluoratum bei juckenden und hervortretenden Hämorrhoiden, Hamamelis bei starken Blutungen, Aesculus bei Schmerzen im Lendenwirbelbereich und Verschlimmerung im Stehen, Nux vomica zur Linderung von Krämpfen und Verbesserung bei Ruhe und Wärme, Paeonia officinalis bei Jucken und Schmerzen am After während der Darmentleerung und Carduus marianus in der Potenz D2 oder D4 bei Leberschwäche.


Eine langfristige Verbesserung lässt sich auch durch die Einnahme von Schüßler Salzen erzielen (nüchtern oder 30 Minuten vor Mahlzeiten 2-3 x täglich, in akuten Fällen 3 Tabletten etwa alle 3 Stunden). Als Basistherapie mit Linderung des Juckreizes und Krämpfen im Afterbereich empfiehlt sich eine Kombination von Calcium fluoratum D12 (Nr.1), Ferrum phosphoricum D12 (Nr. 3), Magnesium phosphoricum D6 (Nr.7) und Silicea D12 (Nr.11).

Aus der traditionell europäischen Phytotherapie bewähren sich MZ Rosskastanie (3x15 Tropfen täglich auf Zunge, einspeicheln und schlucken), UT Mäusedorn und UT Beifuß (je 3x15 Tropfen täglich in Glas Wasser). Sitzbäder mit Eichenrindenauszügen oder Kamillentee sind ebenfalls sehr wohltuend.


Grundvoraussetzung für eine Wirksamkeit ist das Trinken von Minimum 2 Litern reinem Wasser pro Tag und eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen, die den Verdauungstrakt reinigen und den Stuhlgang regulieren. Vitamin C und Vitamin E unterstützen die Schrumpfung von Krampfadern und Hämorrhoiden. Regelmäßige körperliche Bewegung in Form von flottem Gehen, Nordic Walking, Qi-Gong, Yoga, Bauch- und Beckenbodengymnastik fördern die Heilung.


Eine chirurgische Sanierung ist dann anzuraten, wenn wirklich gar nichts mehr hilft.


Nicht zu viel sitzen – in die Bewegung kommen ist heilsam.