Borreliose – die „heimliche“ Pandemie

Sommer, Sonne, der Duft von Blumen, Kräutern und Sträuchern – wie schön ist es, Zeit in der Natur zu verbringen! Es ist wunderbar, über Wiesen und Hügel zu laufen, sich bei einer Joggingrunde entlang von Waldrändern vom Berufsstress zu befreien, sich ins Gras zu legen und die Seele baumeln zu lassen. Die Freude wird oft abrupt getrübt durch einen Zeckenstich und die daraus resultierende Angst, sich mit Borrelien zu infizieren. Was tun?



Borrelien, Spiralen förmige Bakterien, werden vorwiegend durch Stiche von Zecken in die Haut übertragen. Es gibt mittlerweile gesicherte Hinweise, dass auch Gelsen, Mücken, Bremsen, Wespen und auch Spinnen in Frage kommen. Nur bei etwa einem Drittel der Infizierten kommt es zur Bildung der typischen Wanderröte, dem Erythema migrans, die eine Ausbreitung der Borrelien im Frühstadium aufzeigt.


Bei Borreliose besteht eine hohe Dunkelziffer, die Diagnosestellung erfolgt oft erst Jahre nach der Infektion. Die routinemäßigen Labortests beruhen auf einem indirekten Nachweis wie z.B. dem ELISA-Antikörpertest, der mit WESTERNBLOT bestätigt wird. Bei geschwächtem Immunsystem kann dieser jedoch negativ ausfallen. Spezielle Untersuchungen (wie z.B. der LTT-Borrelien, Borrelien EliSPOT und IGRA - Interferon-Gamma Release Assay) ermöglichen in Zukunft eine immer genauere Diagnostik. Weiters sind Co-Infektionen (Anaplasmen/Ehrlichien, Bartonella henselae, Chlamydia pneumoniae, Mycoplasma pneumoniae, EBV, CMV, HSV1/2, HZV u.a.) neben den verschiedenen Stämmen von Borrelien (B. burgdorferi, B. afzelii, B. garinii, B. miyamotoi) von Bedeutung.


Zeckenabwehr mit Kokosöl

  • Sowohl spezielle Kleidung als auch viele chemische „Zeckenschutzsprays“ bieten keinen zuverlässigen Schutz

  • Laurinsäure im biologischen Kokosfett „schlägt die Zecken in die Flucht“ – die Haut damit gut einfetten (bietet für etwa 6 Stunden einen etwa 88%igen Schutz)


Sofortbehandlung nach Auffinden einer festsitzenden Zecke

  • Mit einer speziellen Zeckenzange (am besten 10 Minuten im Gefrierfach stark gekühlt) Zecke ohne viel Herumdrehen in Stichrichtung entfernen

  • Sollte der Kopf zurückbleiben, nicht herumstechen – führt zu zusätzlicher Entzündung. Die Gabe von Silicea C12 oder C30 über 2 Tage mehrmals 2 Globuli tgl ist eine gute Alternative

  • Ledum C30 an drei aufeinanderfolgenden Tagen 5 Globuli

  • Aurum arsenicosum C200 5 Globuli jeweils am sechsten und zwölften Tag nach dem Zeckenstich.

Die schulmedizinische Behandlung besteht in den meisten Fällen in der Gabe von Antibiotika (Doxycyclin oder Rocephin) über 21 Tage. Da sich Borrelien in vielen Fällen als Biofilme formieren, bauen sie über Qorum sensing eine wirksame Abwehr gegen Antibiotika auf und überleben als Persisterformen jahrelang im Körpergewebe. Die Betroffenen durchleben dann oft Schübe mit Gelenksentzündungen, chronischer Erschöpfung, neurologischen Ausfallserscheinungen, Herzrhythmusstörungen, Fibromyalgie, Kopfschmerzattacken, depressiven Phasen, Schlafstörungen, um nur einige Symptome zu nennen.


Alternative Therapieformen zeigen bei guter Begleitung oft eine hohe Wirksamkeit:

  • Cowden Protokoll, Buhner Protokoll, Gemmotherapie, Rizoltherapie

  • Biophysikalische Therapie wie z.B. Vitalfeldtherapie