Vitamin D – Schutzschild für unsere Zellen

Vitamin D3 hat in den letzten Jahren durch das Bekanntwerden der vielen wichtigen Funktionen zur Aufrechterhaltung der Gesundheit an Bedeutung stark zugenommen. Wissen Sie, dass Vitamin D3 eigentlich gar kein Vitamin ist sondern ein Hormon? Oder dass die Ausgangssubstanz Cholesterin heißt?



In vielen Laborbefunden wird oft ein stark ausgeprägter Vitamin D3 – Mangel im Blut festgestellt. Nicht immer wird darauf adäquat reagiert und eine entsprechende Therapie eingeleitet. Nach heutigen Erkenntnissen sollte der Wert zwischen 30 – 100 ng/ml liegen (Referenz: Gesellschaft für Medizin und Prävention).


Wichtige Funktionen im menschlichen Körper

  • Regulation von über 200 Genen und deren Signalübertragung in den Zellen

  • Unterstützung des Immunsystems (durch Aktivierung von „Killerzellen“ und Bildung von antimikrobiellen Peptiden)

  • Aufnahme von Calcium und Phosphor im Darm zur Erhaltung einer gesunden Knochenstruktur

  • Prävention von Herz- und Kreislauferkrankungen

  • Immunmodulation überschießender Entzündungsreaktionen

  • Verminderung von prämenstruellen Symptomen

  • Anti-Aging-Effekt durch stark antioxidative Wirkung

  • Steigerung von Stimmung und Energiehaushalt

Aufgrund der vielen beruflichen Tätigkeiten in Innenräumen, nachlassender Mobilität älterer Menschen in Pflegeheimen, digital verlagerter Schulbildung in Gebäude und Verringerung von Outdoor-Aktivitäten, vollständiger Bedeckung der Haut auch im Sommer, vermehrter künstlicher Wolkenbildung, übermäßigem Gebrauch von Sonnenschutzmitteln und der Einnahme bestimmter Medikamente (Antidepressiva, Antiepileptika) wird die Bildung durch die UV-B Strahlung blockiert. Die verminderte Sonneneinstrahlung in der kalten Jahreszeit stellt einen weiteren Faktor dar.


Schätzungen zufolge leiden mehr als 1 Milliarde Menschen aller Altersgruppen an einem absoluten Vitamin D3 – Mangel (Wert kleiner als 20 ng/ml). Die Symptome reichen von chronischer Müdigkeit, Nervosität, Konzentrationsstörungen, fehlendem Antrieb, Allergien, Infektneigung der Atemwege und der Harnblase bis zu massiven Schlafstörungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Auftreten von Autoimmunerkrankungen und sogar Entstehung von Krebs.


Wissenschaftliche Beispiele (aus vielen tausend Publikationen)

  • In einer Übersichtsarbeit von 5 Studien mit 1448 Personen, die 25 Jahre lang beobachtet wurden, zeigte sich, dass ein höherer Vitamin D – Spiegel deutlich das Darmkrebsrisiko senkte.

  • Männer mit der höchsten Sonnenexposition und damit dem höchsten Vitamin D – Spiegel hatten ein um 66 Prozent vermindertes Risiko, einen Prostatakrebs zu entwickeln.

Wie entsteht ein optimaler Vitamin D – Spiegel?

Sonnenbaden mit möglichst wenig Kleidung zumindest 15 Minuten täglich - die Sonnenexposition ist den Vitaminpillen oder Tropfen vorzuziehen. Ist das nicht möglich, hilft ein Esslöffel Lebertran mit dem Gehalt von 1360 IE Vitamin D täglich. Nahrungsergänzungsmittel sollten am besten nach ärztlicher Rücksprache und Kontrolle von Vitamin D3 im Blut in einer entsprechenden Dosis (etwa 4000 IE täglich) eingenommen werden. Überdosierung ist zu vermeiden.